Die digitale Revolution verändert unsere Welt in einem Tempo, das wir bisher nicht kannten. Der Begriff exponentielles Wachstum, aktuell in aller Munde, hat auch im Bereich der Digitalisierung höchste Relevanz. Alles wird gerade revolutioniert!

Nur ein kleines Beispiel, bald ist es vorbei mit Lenkrad, Bremse, Gas und Kupplung. Autonomes Fahren beendet die Notwendigkeit Führerscheine zu machen, genauso wie es Fahrschulen überflüssig macht.

Es ist eine Herausforderung für Menschen mit diesem Tempo Schritt zu halten.

Anfang 2018 sollten Rechtsanwälte, im Wettbewerb gegen einen Computer mit AI (Künstliche Intelligenz), Verträge auf Rechtsprobleme untersuchen. Das erschütternde Ergebnis, der Computer war nicht nur um Lichtjahre schneller, sondern mit einer Genauigkeit von 94% zu 85% auch noch erkennbar sorgfältiger als die Juristen.

Auch Banken und Finanzunternehmen setzen mittlerweile „Robo-Advisor“ ein, um Geldanlagen für ihre Kunden zu optimieren. An den Börsen das gleiche. Es wird versucht mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Märkte zu dominieren.

Besonders die Zahlungsmöglichkeiten haben im Laufe der Jahrzehnte einen gigantischen Wandel hinter sich (siehe Infografik).

Zahlungen

Banking der Zukunft

 

Gerade „Kryptowährungen“ sind in aller Munde. Der Bitcoin, heute eine Art synonym für alle existierenden Kryptowährungen, hat einen Hype ausgelöst, wie es lange nicht der Fall war.

Damit einhergehend haben sich auch neue Technologien, wie „Blockchain“ oder „Blocknet“ etabliert. Die Frage, die sich für Banken, Finanzunternehmen und deren Führungskräfte stellt ist, welche Rolle spielen diese Währungen in der Zukunft. Aus meiner Sicht ist die Antwort klar. „Blockchain“ und „Blocknet“ werden die bevorzugte Form der Datenspeicherung sein. Das liegt auf der Hand. An der langfristigen Relevanz von Bitcoin & Co. habe ich aber erhebliche Zweifel.

Der Charme von „Kryptowährungen“ besteht ja im Prinzip darin, dass Morgen jemand mit der fixen Idee aufwacht, noch mehr für ein im Prinzip wertloses Produkt zu bezahlen. Ein System das auf Chance setzt und bisher ganz gut funktioniert hat, weil immer neue Mitspieler, die „richtiges Geld“ mitgebracht haben, dazu gekommen sind.

Reichtum ohne Arbeit, Cool!

Trotzdem, hinter dem Bitcoin steht nicht das Konzept Währung, sondern die Idee „Schneeballsystem“. Die Aufgabe einer Währung wäre ja, Wert zu erhalten und dazu zu motivieren Geld wieder auszugeben um es wieder in Umlauf zu bringen, um den Wirtschaftskreislauf zu befördern.

Beispiel: Ich leihe mir € 10.000.- von der Bank. Diese kreiert das Geld und gibt es mir. Ich würde der Bank also diesen Betrag schulden. Nun kaufe ich beim Installateur meines Vertrauens eine Dienstleistung. Meine Fußbodenheizung muss nach 12 Jahren neu verlegt werden. Es ist für € 10.000.- Wirtschaftsleistung entstanden. Das Installationsunternehmen möchte nun sein Führungsteam weiterentwickeln und kauft für € 10.000.- ein Leadership Training bei mir.

Es sind jetzt € 20.000.- Wirtschaftsleistung entstanden und ich kann meine Schulden bei der Bank bedienen.
Es ist also außerordentlich wichtig, dass das Geld in Bewegung und im Umlauf ist!

Jetzt zum Bitcoin. Dieser ist auf maximal 21 Millionen Bitcoins gedeckelt. Das heißt es wird niemals mehr als diese 21 Millionen Stück geben (aktuell im Umlauf sind bereits mehr als 18 Millionen).

Geldmenge steht immer in Relation zu den dagegenstehenden Gütern. Je mehr Leute also mit Bitcoins bezahlen wollen, desto größer wird die Nachfrage. Je mehr Güter und Dienstleistungen im Umlauf sind, umso wertvoller würde jeder einzelne Bitcoin. Kämen wir also auf die Idee, mit Bitcoins im großen Stil zahlen zu wollen, ihn wirklich als Währung zu nutzen, würde der Wert des Bitcoins dramatisch steigen.

Wenn ich mir heute für einen Bitcoin (€ 8.647.- / 08.06.2020) einen Gebrauchtwagen kaufen kann, in zwei Jahren einen Ferrari und in vier Jahren eine Villa am Starnberger See, wie dumm müsste man sein, sich heute den Gebrauchtwagen zu kaufen?

Der Bitcoin zwingt im Prinzip dazu ihn nicht auszugeben.

Um im sich schnell wandelnden Banken und Finanzdienstleistungssektor die Weichen richtig zu stellen, braucht es „Thought Leadership“. Führungskräfte also, die Chancen erkennen, diese gegen die Risiken abwägen und als Vordenker, aber auch als Role Model, Erfolg nachhaltig ermöglichen.

Mit Empathie, persönlicher Kommunikation, Kompetenz und Kontinuität.

Die richtige Auswahl von Führungskräften ist also einer der größten Erfolgsfaktoren in Zeiten des Wandels.

Stellen Sie die Weichen für die Entwicklung, die Ausrichtung und den Erfolg der Zukunft. Unternehmen, denen dies gelingt, haben eine glänzende Zukunftsperspektive.

Georg Hesel

Georg Hesel

 

Georg Hesel

Partner der QRC Group Personalberatung

Telefon:  +49 (0) 177 / 834 0879

E-mail: georg.hesel@qrc-group.com