In der Schule war sie nicht zu jedermanns/-fraus Begeisterung – die Chemie. In jedem Fall war allen klar: sie ist da, sie ist unverzichtbar und sie bleibt, ruhend auf ihrem unveränderten Kernstück – dem Periodensystem der Elemente. Nun ja, ein paar Elemente sind über die Zeit noch dazu gekommen. Anders ist das in der chemischen Industrie. Diese ist unter dem Druck der vielschichtigen Veränderungen so richtig in Bewegung und stellt die Unternehmen der Branche vor große Herausforderungen – mit großen Chancen für diejenigen, die sie annehmen und für sich nutzen können.

Wir, die QRC Personalberatung International in Fürth mit mehreren Standorten, haben eine Passion für die chemische Industrie und sind deren enger Wegbegleiter in der Besetzung anspruchsvoller Positionen für Führungskräfte und hochqualifizierte Spezialisten.

Wer ist Chemie?

Die chemische Industrie ist eine der größten und diversifiziertesten Branchen der Welt. Mit mehr als 1.000 großen und mittelständischen Unternehmen, sowie einer noch größeren Anzahl von kleinen Unternehmen ist sie ausgesprochen globalisiert. In den Bereichen Commodity Chemicals (Großserien-Produkte mit einer spezifischen chemischen Verbindung) und „Specialty Chemicals“ (Problemlöser-Produkte, inkl. Feinchemikalien) umfasst das Sortiment geschätzt fast 100.000 Produktlinien. Die globale Produktionsvernetzung ist im Vergleich zu anderen Branchen jedoch noch eher gering. Gerade im Hochtechnologiebereich werden lokale Cluster immer häufiger von virtuellen Clustern abgelöst, da hier die Logistikkosten keinen großen Einfluss auf die Gesamtkosten haben. Die Nutzung der Standortvorteile auf globaler Ebene rückt verstärkt in den Mittelpunkt und erhöht so das Spektrum an potenziellen Partnern in einem Cluster. In der Chemiebranche sind solche virtuellen Cluster (noch) wenig verbreitet.

4.0 – Die nächste Entwicklungsstufe.

Die Treiber sind klar. Verhaltenes Nachfragewachstum, Veränderung der Nachfragestrukturen und der gesellschaftlichen Zielsetzungen. Die Herausforderungen ebenso. Die rasant fortschreitende Digitalisierung, die die Arbeitsweise, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle der Chemieunternehmen verändert, das Wirtschaften im Kreislauf und die damit verbundene Nachhaltigkeit. Die nächste Entwicklungsstufe erfordert strategische Neuausrichtungen, gefolgt von Investitionen in Humanressourcen, Systeme, Technologien, Netzwerke und Partnerschaften. Und vor allem in (disruptiv) innovativ denkende, agile und mutige Führungspersönlichkeiten mit ausgeprägten kollaborativen, kommunikativen Fähigkeiten, um die Kultur für eine erfolgreiche Umsetzung der Strategie transformieren zu können. Doch nun ein genauerer Blick auf die veränderten Anforderungen einiger erfolgskritischer Schlüsselfunktionen und -positionen:

F+E und Engineering.

Oft sind Forscher und Entwickler in Labors noch mit vielen manuellen Routinetätigkeiten beschäftigt und arbeiten in sog. Informationsinseln. Im Labor 4.0 werden Automatisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ihren Einzug halten (müssen) um die Effizienz zu steigern, d.h. F&E Kosten zu senken und gleichzeitig die „time-to-market“ neuer Produkte zu verkürzen.
Eine enge Zusammenarbeit mit IT-Spezialisten beim Einsatz digitaler Technologien, hinsichtlich des Designs von Prozessen und deren Nutzung, ist besonders wichtig. Bei den Anforderungen an F&E-Spezialisten wird neben deren chemischem Fachwissen das Verständnis für Technologie und Daten immer wichtiger.  Die Fähigkeiten von sog. „Data Scientists“ werden unverzichtbar.
Engineering wird digital transformiert – dessen Prozesse und das Datenmanagement (weg von einem dokumentenzentrischen und hin zu einem datenzentrischen Ansatz) – und wird so zum Katalysator für Innovationen, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren.
Der Bedarf an qualifizierten Menschen, die diese Transformationen fachlich kompetent führen und in den Teams vollziehen, ist enorm. Zunehmendes Arbeiten in virtuellen Netzwerken bzw. Clustern bedingt außerdem besondere Fähigkeiten im Wechselspiel mit der Zusammenarbeit in räumlicher Nähe.

Supply Chain.

Die Nutzung der Chancen von Chemie 4.0 erfordert den Einstieg in die Supply Chain 4.0. Vertikale und horizontale Wertschöpfungsketten werden sich langfristig vielmehr zu vollintegrierten Wertschöpfungsnetzwerken weiterentwickeln müssen – mit einer Komplexitätsexplosion, die es zu meistern gilt. Die Weiterentwicklung der zirkulären Wirtschaft stellt zusätzliche, neue Herausforderungen dar. Fach- und Führungskräfte aus IT und Supply Chain Management (SCM) werden hier noch stärker als jemals zuvor gemeinsam als IT-SCM agieren und über fachübergreifende Fähigkeiten verfügen müssen, um den ganzheitlichen Wandel zum digitalen Unternehmen zu unterstützen.
Auch im Bereich IT-SCM bietet sich der sog. „digitale Zwilling“ als Schlüsseltechnologie an, um z.B. Auswirkungen unvorhersehbarer Ereignisse mit Auswirkungen auf die Supply Chain planerisch vorhersehbar und im Tagesgeschäft minimieren zu können. Auch hier findet ein starker Wandel der Berufsbilder statt.

Marketing & Vertrieb.

Chemieunternehmen agierten in der Vergangenheit eher produkt- bzw. produktionsgetrieben und haben allesamt für die Zukunft ähnliche Ziele: Die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden besser zu verstehen, diese effektiver zu betreuen und als Lösungsanbieter eine hohe Kundenvernetzung und -bindung zu erreichen. Die gute Nachricht ist, dass auch hier die digitale Transformation der Geschäftsmodelle und -prozesse die technischen Voraussetzungen bietet.
Marketing & Vertrieb können damit als schlagkräftige Einheit agieren, geführt von einem „Growth Leader“, der/die alle Marketingfunktionen, das Engineering, den Vertrieb und IT und vor allem die Talententwicklung im Unternehmen verbindet zur erfolgreichen Erreichung eines gemeinsamen Ziels: Smartes Wachstum!
In der digitalen Weiterentwicklung der unterschiedlichen Vertriebskanäle steckt noch enormes Potenzial für Vertriebseffektivität und -effizienz. (Key) Account und Channel Manager*innen können ihre vertrieblichen Fähigkeiten mit der gesamten Power der digitalen Kette bündeln. Hervorragende Netzwerker gesucht!

Mittelständische Unternehmen.

Die strategische Bedeutung der Digitalisierung wird dort längst als besondere Chance verstanden. „Digitale Geschäftsmodelle bieten gerade dem Mittelstand neue Möglichkeiten, da in Zukunft weniger die Größe als Flexibilität und Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle in den ökonomischen Netzwerken spielen werden“. (Henrik Follmann, Vorsitzender des Ausschusses Selbständiger Unternehmer im VCI; VCI/Deloitte Studie „Chemie 4.0 – Wachstum durch Innovation in einer Welt im Umbruch“.)

Als spezialisiertes Personalberatungsunternehmen verstehen wir den besonderen Bedarf an Fach- und Führungskräften der „Kategorie 4.0“ und uns, als Wegbegleiter der chemischen Industrie. Sprechen Sie uns an! Wir arbeiten mit PING!

Professionalität. Individualität. Nachhaltigkeit. Geschäftsethik.

Näheres dazu auf unserer Webseite.

Marion Käser-Seitz

Marion Käser-Seitz

Managing Partner der QRC Group

Fürth / Essen / Kaiserslautern

Tel.: +49 911 237 33 277
Mobil: +49 170 7979880
E-Mail: marion.kaeser-seitz@qrc-group.com

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