Informationen über Apps gewinnen in Therapien an Bedeutung. Die Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen kann personalisiert und effizienter gesteuert werden. Das „Digitale Versorgungs-Gesetz“ wird zu mehr Apps auf Rezept führen. Der digitale Transformationsprozess bringt hervor, dass die Informationstechnologie Arzneimittelunverträglichkeits-Aussagen trifft, personalisierte Medikamente im 3D-Druck hergestellt werden, Apps unseren Alltag bei Erkrankungen steuern und optimieren, Herzflimmern registriert und durch vorzeitige Warnungen das Schlaganfallrisiko verringert wird und vieles mehr…

Einige Pharma-Unternehmen entwickeln bereits intensiv Lösungen, andere sind weniger weit. Dadurch besteht ein hohes Risiko, dass die großen globalen Digital Player in diese Märkte eindringen. Die Branche muss sich rasch und intensiv den Herausforderungen stellen. Anderenfalls geht der Wettbewerb verloren, vergleichbar der Gefahr für die Automobilindustrie in Deutschland.

Die digitale Entwicklung ist in der Gesundheitsforschung ist mit hoher Geschwindigkeit auf dem Vormarsch, so Studien des Bundesverbands Pharmaindustrie e. V. BPI.

Können die Mitarbeiter auf diesen digitalen Zug aufspringen?

Wichtig ist die schnelle, direkte Verbindung und Vernetzung aller Beteiligten im Gesundheitssystem, sowie die Auswertung und Nutzung gesundheitsbezogener Daten. Heute und noch mehr morgen stehen bereits in der Phase der Ideenfindung für Forscher eine große Anzahl von Informationsquellen digital, vernetzt jederzeit zur Verfügung. In der klinischen Forschung werden neben der Datengewinnung, Verarbeitung und Speicherung, diese an verschiedenste Systeme weitergegeben,…Data Management, Electronic Data Capture, Drug Safety System, Document Management System, um nur wenige zu erwähnen. In der Produktion können Prozesse durch intelligente Softwarelösungen optimiert und effizienter gestaltet werden. Digitale Product Lifecycle Management Systeme und Software halten Einzug. Industrie 4.0 ermöglicht alle Fertigungsprozesse und Lieferketten zu beschleunigen und sicherer zu machen. Big Data und Data Analytics ermöglichen eine Steuerung aller Systeme mit weniger Fehlerpotentialen. Bis hin zur Arzneimittelzulassung, wo die Übertragung regulatorischer Informationen zur Zulassungsbehörde und deren Verarbeitung, Archivierung und Dokumentation national und international in Echtzeit ablaufen. Arzneimittel werden sicherer und wirksamer. Die Kommunikation zwischen allen Akteuren im Versorgungssystem wie F&E, Herstellern, Handel, Ärzten, Apotheken und Patienten werden vernetzt, effektiver und transparenter. Die personalisierte Medizin wird Wirklichkeit und über Smartphone Apps nutz- und steuerbar.

Da Digitalisierung sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette einstellt und die Aufgaben und Anforderungen in den Jobs sich verändern, werden sich auch die Berufsbilder anpassen und weiterentwickeln müssen.

Wertschöpfung und Digitalisierung

Wertschöpfung und Digitalisierung

 

Was kann das für die zukünftigen Berufe bedeuten?

Das Qualifizierungsniveau der von Mittelstand geprägten Branche ist im Vergleich mit anderen Branchen des Produzierenden Gewerbes eines der höchsten. Mit der schnell fortschreitenden Digitalisierung nimmt dieser Trend weiter erheblich an Fahrt auf. Ereignisse wie die Corona Pandemie beschleunigen dies nochmals massiv, da die Menschen, die Politik und die Unternehmen die Systemrelevanz erkannt haben und deshalb verstärkt in das Gesundheitswesen investieren.

Dem BPI nach ist bisher der Anteil der Beschäftigten im Bereich Informatik- und Kommunikationstechnik in der Pharma-Industrie bisher deutlich geringer als im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Entsprechend stellt sich auch das vorhandene Know-How zu den digitalen Themen und der anstehenden Transformation dar. Andererseits zeigt sich im Vergleich der letzten fünf Jahre, so Studien des BPI, dass sich die Berufsstruktur in der chemisch-pharmazeutischen Industrie von naturwissenschaftlicher Prägung hin zu einer stärker technologischen Ausrichtung entwickelt. Ergebnisse von Untersuchungen und die Meinung der Experten/-innen zeigen deutlich, dass der Kompetenzbedarf im Bereich der IT durch Einstellung von IT-Spezialisten oder verstärkter IT-Kompetenzentwicklung in bestehenden Kernberufen der Branche begegnet werden muss. Und das in fast allen Berufsbildern. IT-Fachkräfte werden zukünftig im ähnlichen Umfang wie in anderen Branchen der Gesamtwirtschaft benötigt.

Produktion und F&E wird ohne Big Data Analytics kaum mehr vorstellbar, digitale Product Lifecycle Management Lösungen werden unabdingbar sein, um wettbewerbsfähig gegenüber dem internationalen Wettbewerb zu bleiben. IT-Kenntnisse vom Anwendungs-Know-how, Informationsrecherche, Datensicherheit, KI-gestützter Datenanalyse werden entscheidend.

Geänderte und neue Berufsbilder entstehen. Chemiker, Laboringenieure, Pharmakanten,…müssen umdenken und sich der Digitalisierung stellen. Elektroniker/-innen müssen neue Systeminnovationen in die Produktionsprozesse einbinden, sowie IoT und KI-Anwenderkompetenzen für die Verfahrenstechnik entwickeln. Im Labor für Chemikanten/-innen, Chemielaboranten/-innen werden Analyseschritte digitalisiert, KI-Anwendungen und Robotik in biotechnischen Verfahren werden mehr und mehr eingesetzt. Modellierung und Simulationen für die Exploration von Eigenschaften und Verhalten stofflicher Systeme werden mit Big Data Analytics und KI-Lösungen völlig neu aufgestellt. Der Chemiker/-innen wird zum Data Scientists.

Quereinsteiger aus IT-Industrie kommend mit unterschiedlichen akademischen Abschlüssen und Kenntnissen werden von der Branche benötigt und diese in völlig neuen Personalmärkten suchen müssen.

Wie können sich Pharma-Unternehmen auf diese Veränderungen einstellen?

Ein entscheidender Faktor bei der Suche und dem Finden der neuen Kräfte kann die Einbindung eines professionellen und mit dem richtigen Verständnis ausgestatteten, erfahrenen Personalberaters sein. Die QRC-Group, eines der namhaften Personalberatungs-Unternehmen, spezialisiert seit vielen Jahren auf Branchen wie ITK, PLM, Pharma/Chemie und Medizin bringt umfassend das nötige Know-how und Praxis-Erfahrungen für oben beschriebenen Herausforderungen mit, sowie ein weites belastbares Netzwerk. Das Problem, die passenden Mitarbeiter für die Zukunftsherausforderungen in den Kernbranchen oder in Quereinsteigerbranchen zu finden ist mittels der Experten der QRC-Group effektiv zu lösen. Wir finden für Sie die benötigten Fach- und Führungskräfte und unterstützen sie professionell im schwierigen und auch mit anderen Branchen wettbewerbsintensiven Recruitingprozess. Die Kosten unserer Dienstleistung betragen einen Bruchteil von den Kosten, die entstehen nicht die Mitarbeiter der Zukunft zu finden und im Wettbewerb um Digitalexperten zu verlieren. Somit steht einem erfolgreichen Recruitment entsprechender Führungspersönlichkeiten nichts mehr im Wege.

 

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Karl Tucholski

Karl Tucholski

Partner der QRC Group Personalberatung

München

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E-Mail: karl.tucholski@qrc-group.com