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Digitale Transformation – wer soll sie umsetzen?

23. Februar 2016 0 Kommentare Blog, Ines Thoren

Nahezu täglich lesen wir Beiträge und Interviews zu den bevorstehenden Auswirkungen der Digitalen Transformation auf unsere Arbeitswelt, so auch zuletzt in einem Interview, das Christian Illek, Personalvorstand der Deutschen Telekom, dem Magazin „Human Resources Manager“ gegeben hat. Dabei scheint jedem klar zu sein, dass sich Geschäftsmodelle im Zuge der Digitalisierung ändern werden und müssen – nur das wie ist die große Frage.

Während große Unternehmen den Herausforderungen strategisch begegnen und Positionen wie die des CDO`s, des Chief Digital Officers, schaffen, verhält sich der Mittelstand eher abwartend. Dabei sind selbst die „analogen“ Herausforderungen groß genug, um dringendes Handeln anzuzeigen. Nach einer Prognose des IAB wird das Erwerbspersonenpotenzial demografisch bedingt von 1990 bis 2025  voraussichtlich um ca. 6,5 Mio. Menschen sinken, in einzelnen Regionen ist bereits heute ein regelrechter Bevölkerungsschwund festzustellen und die nachfolgenden Arbeitnehmer der Generationen Y und Z haben ein anderes, moderneres Wertekonzept für ihre Lebensplanung.

Strategiewechsel Jetzt!

Keine Idealbedingungen, um Fach- und Führungspositionen in „alt bewährter Weise“ zu besetzen. Vorwiegend passive Rekrutierungsstrategien stoßen schnell an ihre Grenzen. Anzeigenschaltungen genügen meist nicht mehr, um Mitarbeiter und Führungskräfte mit den benötigten Kompetenzen zu gewinnen. Der allseits beschworene Fachkräftemangel ist in aller Munde. Die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen in Kundenansprache und Geschäftsmodellen, der Umgang mit Big Data und nicht zuletzt neue branchenfremde Player, die aus agilen, innovativen Strukturen kommend,  neue Services an der Schnittstelle zum Kunden entwickeln, verstärken die Situation. Zunehmend häufiger werden Menschen gesucht, die digitale Kompetenzen und Erfahrungen aus dynamischen Märkten mit hohem Veränderungsdruck mitbringen und so die Neuausrichtung vorantreiben.

A new leadership

Es ist höchste Zeit sich von einer Führungskultur zu verabschieden, die vom tayloristischen Managementansatz der industriellen Massenproduktion bestimmt wird. Positive Leadership, Aspekte wie Selbstorganisation, Agilität, Gemeinwohl und Corporate Social Responsibility gilt es zu integrieren. Der Strauß der Aufgaben ist beachtlich. Wie schafft man das? Indem – auch im Mittelstand – Personalstrategie und Arbeitgeberattraktivität zur Aufgabe der Geschäftsführung werden und nicht wie heute vielerorts neben dem Produktmarketing ein Schattendasein fristen. Denn…

Führung und Lernen bedingen sich gegenseitig. John F. Kennedy

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