HR als Recruiter?

26. Februar 2015 QRC Group Oberhaching

Für Außenstehende (Kandidaten) als auch Headhunter war es schon interessant anzuschauen wie sich die HR Abteilungen in den letzten Jahren entwickelt haben. HR als Recruiter? Das war vor einigen Jahren noch undenkbar. HR stand für Personalentwicklung, Definition von Stellenausschreibungen, Ansprechpartner als interne Mediatoren. Nun das: für die betroffenen HR-Mitarbeiter war es sicherlich weniger lustig. Recruitment stand in Ihren Ausbildungsgängen, Studien zum Pädagogen, Sozialtherapeuten, Psychologen nie auf der Agenda.

Es wurden, speziell in Grossunternehmen, aber auch im gehobenen Mittelstand, aktive Personaler einfach zum Recruiter umfunktioniert nach dem Motto: bei den vielen Portalen die am Markt existieren ist das doch easy und zugleich deutlich kostengünstiger als Headhunter zu bezahlen. Es helfen sicherlich Social Media Portale bzw. Recruitment Portale den Betroffenen noch einige Zeit im Recruiting zu überleben aber Sie werden nie aktives Recruiting leben können und/oder zumeist wollen. Aktives Recruting ist aktives kommunizieren (cold calls) aktives Kandidaten suchen (identifizieren ) und mit den Richtigen Interviews zu führen. Dies bedarf einer ausgeprägten Hunter-Mentalität und unter dem Schlussstrich – gilt es Jobs zu verkaufen, Kandidaten für die neue Position zu motivieren.

Bei 40-50 Bewerbern pro zu besetzender Position keine leichte Aufgabe, speziell wenn ein HR Recruiter >10 unterschiedliche Positionen zu besetzen hat.

HR muss sich wieder auf das besinnen und tun, was sie einst für ihre Passion hielten:

  • Entwicklung des bestehenden Personals
  • Initiieren von Traineeprogrammen (Fachkräftemangel)
  • Bezahlungs- und Motivationsprogramme
  • Interface zwischen Management und Mitarbeiter
  • Ansprechpartner für Betriebsräte und Gewerkschaften
  • Mediator für „schwierige Kommunikationen“
  • Projektleiter bei möglichen Trennungen

Das aktive Ansprechen und Suchen nach Spezialisten gehört nicht zu den Aufgaben der Personalabteilung. Unternehmen sind besser beraten Ihre Führungskräfte in die Pflicht zu nehmen das dringend benötigte Personal von extern recruitieren zu lassen.

  • Zeitersparnis
  • Schnelle Resultate und Besetzungen
  • Emotionsloses Screening der richtigen Kandidaten / Kandidatinnen
  • Die „externe Brille“ sieht mehr und besser als die „interne Brille“
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